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Eine Geiselfarce von Marc Becker ... Wiederaufnahme am 15. September 2012 im HochKeller ...
>Sie nehmen ihr Leben viel zu persönlich, Herr Meier!<
<p>©MEYER ORIGIALS</p>

Herr Meier - typischer Großstadt-Single - lebt in einer Einzimmerwohnung. Absoluter Durchschnitt! Doch irgendetwas fehlt. Um dem ewigen Alleinsein zu entkommen, entführt Herr Meier kurzerhand Herrn Schulz und hält ihn als Geisel und Gesellschafter in seiner Wohnung gefangen. Lösegeld will er keines und Forderungen stellt er auch nicht. Als dann jedoch die Nachbarin, Frau Müller, unerwartet zu Besuch kommt, bringt sie Herrn Meier in Erklärungsnot und es entspinnt sich eine groteske Dreiecksgeschichte.

 
Diese Geiselfarce handelt von einsamen Menschen, die mit eigenwilligen Ideen ihrem Alleinsein zu entfliehen versuchen. Dabei greift Marc Becker das gesellschaftliche Massenphänomen der Vereinsamung auf und liefert die Vorlage für einen höchst vergnüglichen Theaterabend, in dem das Absurde der menschlichen Spezies immer wieder Oberhand gewinnt.

 

Marc Becker studierte Theater- und Politikwissenschaften und arbeitet als freier Schauspieler, Regisseur und Autor. Sein Fußballkrimi "Wir im Finale" wurde zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Seit der Spielzeit 2006/07 ist er Hausautor und -regisseur am Staatstheater Oldenburg, wo sein Stück "Meier, Müller, Schulz oder nie wieder einsam!" im Februar 2009 uraufgeführt wurde.

 

Regie PiaMaria Gehle Ausstattung Benjamin Wiese Mit Emanuel Fleischhacker, Fiona Metscher, Alexander Wipprecht/Bastian Sesjak Aufführungsrechte Verlag der Autoren Assistenz Francis Lating

Pressestimmen

Gute Unterhaltung, die einen zum Schmunzeln bringt über Lebensumstände und dem Umgang damit. Nach kurzweiligen eineinhalb Stunden kann der Zuschauer das Theater wieder verlassen und sich seiner Wirklichkeit zuwenden, ohne das Gefühl gehabt zu haben, im vollbesetzten Theater festgehalten worden zu sein.

www.campus-web.de ... Ansgar Skoda ... 18. Februar 2011

 

In der akkuraten Wohnung (so schwindelerregend schief hat man das Theater der Keller selten gesehen, Ausstattung: Benjamin Wiese) holt der Geiselnehmer fein säuberlich die Gesichtsmaske aus der Schublade, ehe er dem Gefangenen freie Sicht gewährt. [...] Die Intendantin des Theaters der Keller PiaMaria Gehle inszeniert sie wie eine rasante Boulevardkomödie mit liebevollem Sinn für Details, leicht windschief wie das Bühnenbild.

aKT 18 ... Dorothea Marcus ... Dezember 2010

 

Der erste Blick aufs herrlich schräge Bühnenbild erleichtert: keine betuliche Bildungsbürgerkomödie! Vielmehr entwickelt sich eine eigenwillige Dreiecksgeschichte zwischen Meier, Müller und Schulz. So unkonventionell und überraschend die Handlung, so pointiert und witzig gelingt Gehle die szenische Entsprechung.

Stadtrevue ... Ulrike Westhoff ... Dezember 2010

 

PiaMaria Gehle inszeniert Marc Beckers 2009 uraufgeführte Farce „Meier, Müller, Schulz oder Nie wieder einsam!“ auf einer perspektivisch verzerrten Bühne (Benjamin Wiese), wo sogar das Mobiliar scheinbar verzweifelt dem Fluchtpunkt zustrebt. Die  „Keller“-Intendantin beweist, dass bei ihr auch die Gattung Komödie in guten Händen ist: ein kurzweiliges, in 75 Minuten auf den Punkt gebrachtes Vergnügen.

Kölner Stadtanzeiger ... Jessica Düster ... 19. November 2010


Fiona Metscher mimt beängstigend realistisch die neidische Nachbarin, die ihre Einsamkeit ebenfalls satt hat. [...] Im Theater der Keller wird gekonnt die Vereinsamung in unserer Gesellschaft abgebildet und ad absurdum geführt. Ernst, aber mit einer guten Portion Humor gewürzt, präsentiert sich das Stück als Farce einer Geiselnahme, die grundsätzlich Mut macht, Veränderungen anzustreben.

www.meinesuedstadt.de ... Stephan Martin Meyer ... 18. November 2010

 

Genau die Situation, die ins Theater gehört. PiaMaria Gehle hat eine gute Stückwahl getroffen. Beckers Idee ist nicht neu, aber klug und stellenweise witzig entfaltet. Die drei Schauspieler agieren begeistert, und Gehle liefert eine flüssige Inszenierung. Sie versteht, dass der Text von seiner Handlung lebt, aber pointiert geboten werden muss. [...] Ein interessantes Stück, eine routinierte Inszenierung.

Kölnische Rundschau ... Thomas Linden ... 19. November 2010