Wolfgang Herrndorf | Bühnenfassung: Robert Koall

Bilder deiner großen Liebe

Koproduktion mit dem Theater Oberhausen
Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2017

Fotos: ©MEYER ORIGINALS

Am Anfang scheint bereits alles zu Ende zu sein: In Wolfgang Herrndorfs letztem Roman „Bilder deiner großen Liebe“ zeichnet der Autor eine düstere Welt. Ein Mädchen steht im Hof einer Anstalt. Das Tor geht auf, und sie rennt hinaus. Wir folgen der verrückten und hinreißend-verlorenen Isa, die der Zuschauer bereits aus Tschick kennt, auf ihrem geheimnisvollen Weg durch Tage und Nächte. Sie begegnet unterschiedlichen Menschen – doch vertrauen kann sie letztlich nur sich selbst. Wie von fremder Kraft gelenkt, wird Isas berauschend, abgründiger Tanz der Poesie zu einer Reise, die Figur und Autor auf schicksalhafte Weise vereint.
„Der Abgrund zerrt an mir. Aber ich bin stärker.“

Presse
„Die Sensation dieser Inszenierung ist das, was Alrun Hofert an trunkener Lebensfreude zeigt. Das ist schlichtweg phänomenal. Ihre Isa saugt das Leben dort gierig auf, (…) befeuert von der Lust an jedem Wort. (…) Eine interessante Produktion ist Bastian Kabuth und seinem Ensemble gelungen, in der Trauer und Humor eine sinnliche Verbindung eingehen, die sich wohltuend vom Weltschmerz so mancher Gegenwartsdramatik abhebt.“ Kölnische Rundschau_18.3.17

 „Michael Witte tritt mit führsorglichem Ernst und Strenge des Erwachsenen einer hellwachen Alrun Hofert entgegen, die mit vorwitzigen Augen alles zu erfassen scheint, grandios mäandernd zwischen jungendlicher Neugier und altersloser Weisheit. (…) Nach Tschick gelingt dem Theater der Keller mit Bilder deiner großen Liebe ein weiterer, großer Herrndorf–Abend.“ Kölner Stadtanzeiger_22.3.17

 „… die leere Bühne schafft viel Raum für den Text von Wolfgang Herrndorf, für die Gedankenbilder und Wortlandschaften, die er mit seiner Sprache entwirft (…) was den Abend auszeichnet, ist das das Geschehen auf die Figur der Isa konzentriert ist. Das macht den ganzen Abend zu einem sehr guten Konzentrat dieser düster, märchenhaften Wanderung einer jungen Frau, die auf einem schmalen Grat zwischen Existenz und Nichtexistenz wandelt.“ Gerit Stratmann_Scala_WDR5

 „Im Bühnenduett von Alrun Hofert und Michael Witte wird die ganze Angst und Verlorenheit des Autors sichtbar, die er seiner wundersamen Heldin mit auf den Weg gegeben hat. (...) Regisseur Bastian Kabuth vertraut (...) zu recht auf die Präsenz seiner Schauspieler, die zwischen (Aber-)Witz und Wahn in märchenhaft anmutenden Momenten das Wunder des Lebens im Angesicht des Todes beschwören.“ Stadtrevue_Mai 2017

Regie und Bühne: Bastian Kabuth
Kostüme: Ines Koehler
Mit: Alrun Hofert und Michael Witte

Premiere: 16. März 2017

Die nächsten Termine:
Sonntag, – 18:00 Uhr