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Shakespeares Narren – Foolin' Around

Foto: ©MEYER ORIGINALS

Warum sind die Narren für Shakespeare so wichtig? Warum steckt in all diesen Dingen, die seine Narren sagen, nur so viel Sinn?

Narrenfreiheit beruht auf der Unterscheidung von „Was“ und „Wer“. Wenn der „Wer“ ein Narr ist, braucht er sich über das, was er sagt, keine Sorgen mehr zu machen. Es wäre idiotisch, ihn zu bestrafen. Deshalb kann er die Narrheit der Mächtigen bloßstellen, der Welt ihre Torheit zeigen. Er muss ja nicht ernst genommen werden. Er macht sich nur einen Spaß.

Der Engländer Brian Michaels, Professor an der Folkwang-Universität für Schauspiel, unternimmt mit sechs Schülern der Abschlussklasse der Schule des Theaters eine Reise durch Shakespeares Kosmos der Narren. Es ist ein Ausloten der Möglichkeiten, „den Narren zu spielen“. Ein Ausprobieren, wie man verrückte Dinge anstellt in einer verrückten Welt.

A fool thinks himself to be wise, but a wise man knows himself to be a fool.

Premiere am 7. November 2013 



Presse

„Mit Foolin’ Around überzeugt die „Keller“ Abschlussklasse (...) der Auftakt ist chorisch und zeigt schon das komödiantische Potenzial des Ensembles. Laute Töne wechseln mit leisen, Derbes mit Tragischem, Satirisches mit Liebesweh. Michaels und sein Ensemble entfalten die ganze Breite der Figuren des Narren, die es in allen Kulturen gibt.(..) Sechs fabelhafte Narren in Theater der Keller.“ ( Kölnische Rundschau, 9.11.13)

„Wo, wenn nicht bei Shakespeare sollte man den Beweis finden, dass eine Welt ohne Narren ein trauriger Ort wäre? Mit „Foolin’ Around“ zollt das Theater der Keller dem anarchischen Freiheitshelden jeden Dramas Tribut. Dafür hat sich Regisseur Brian Michaels nicht nur bei Shakespeare bedient, sondern streift Traditionen von der italienischen Commedia dell’arte bis zum japanischen No- Theater und inszenierte das ganze als Mischung aus Revue und Groteske, die fast am schönsten ist, wenn nicht gesprochen wird und sich die Schauspieler- allesamt Studenten der Schule des Theaters- ganz auf ihr virtuoses Körper-, Mienen- und Maskenspiel verlassen.“ ( Kölner Stadtanzeiger, 9. 11. 13)

 

Regie und Bühne: Brian Michaels
Kostüm: Beata Prochowska
Mit: Luana Bellinghausen, Luan Gummich, Alena Kolbach, Julie Stark, Pinar Özden, Alice Zikeli

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