Rainer Werner Fassbinder

Katzelmacher

Koproduktion mit der Schauspielschule der Keller

Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2017

Foto: ©MEYER ORIGINALS

"Die muss weg vom Ort, weil die Schuld ist an allem. Jetzt werden wir schauen, was zusammengeht. – Dass eine Ordnung wiederkehrt.“

„Katzelmacher“ zeigt die spießige Enge einer Vorstadt: Die immergleiche Gruppe junger Menschen trifft sich an immergleichen Ecken und führt immergleiche Gespräche. Man tauscht Halbwahrheiten, Gehässigkeiten und heuchlerische Freundlichkeiten aus, spielt sich auf, kontrolliert einander, schläft miteinander. Der Stillstand ist Alltag und unangefochten.
Dann taucht die libysche Geflüchtete Akilah auf und die hermetische Vorstadtwelt gerät ins Wanken, verbunden mit zahlreichen Ängsten und Vorurteilen gegen die „Fremde“: Dass sie die Männer verführt, den Arbeitsplatz streitig macht, den Terrorismus ins Land bringt. Gleichzeitig wird so gut wie möglich von ihr profitiert, sexuell wie ökonomisch.
Mit „Katzelmacher“, seinem ersten Bühnenstück, geschrieben 1968, erfasst Fassbinder präzise die Wechselwirkungen zwischen Desillusionierung, Gewaltbereitschaft und der Angst vor dem Anderen.

Premiere: 12. Oktober 2017

Presse

"Mit wohligem Schauer verfolgt man das wilde Treiben und ergötzt sich gleichzeitig an dem dynamischen Spiel aller Akteure aus der hauseigenen "Schauspielschule Der Keller", die auf den Punkt perfekt als Typen besetzt sind und mit grandioser Spielfreude ihre Rollen ausreizen. Sinnlich und saftig gibt sich das Spektakel (...)"
Kölner Stadtanzeiger, 21.10.17

"Nils Daniel Finckh hat eine durchchoreographierte Inszenierung geschaffen, die Schlag auf Schlag getaktet ist. Tempo, Aggression, Gewalt. Es gibt kaum zarte Momente. Sie schimmern nur dann durch, wenn die jungen Leute aus der Clique einander ihre Nöte anvertrauen. Fast könnte man dann mit ihnen fühlen und sie bedauern, aber nur fast. Das homogene Ensemble besteht aus Schülern der Schauspielschule, die alle miteinander in der Darstellung der inneren Zerrissenheiten und des „böse Seins“ überzeugen konnten. Bravorufe und donnernder Applaus beenden einen Abend über ein Lehrstück zu Hass und Gewalt." meinesuedstadt.de

"Finckhs Besetzung ist Gold wert: Die neun jungen Darsteller, Schüler und Schülerinnen der hauseigenen Schauspielschule, verkörpern die Jugendlichen mit einer Spielfreude, die Spaß macht. Die dumpfen, stereotypen Charaktere entlocken dem Publikum immer wieder Lacher (...) Vor allem geizen die Schauspieler aber nicht mit Mut zur Hässlichkeit - und zwar jener, die von innen kommt. Die ist auf den Punkt gespielt." Kölnische Rundschau, 04.11.17

Regie und Ausstattung: Nils Daniel Finckh
Dramaturgie: Barbara Kastner
Regieassistenz: Taja Rüger/Sara Bröskamp
Kostümassistenz: Milena Gawlick
Bühnenbildassistenz: Greta Thiemann

Mit: Katharina Abel, Markus J. Bachmann, Paul Behrens, Davina Donaldson, Thekla Viloo Fliesberg, Tatjana Poloczek, Lina Spieth, Jan-Niklas Stephan, Gareth Charles

Die nächsten Termine:
Dienstag, – 20:00 Uhr
Sonntag, – 18:00 Uhr
Dienstag, – 20:00 Uhr
Samstag, – 20:00 Uhr
Donnerstag, – 20:00 Uhr
Mittwoch, – 20:00 Uhr
Dienstag, – 20:00 Uhr