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Dennis Kelly

Waisen

Kölner Theaterpreises 2013

Foto: ©MEYER ORIGINALS

Ein junges Paar macht es sich beim Candlelight-Dinner gemütlich, als plötzlich der Bruder der Frau blutüberströmt im Wohnzimmer steht ...

„Waisen“ ist ein Psychothriller, der zeigt, wie dünn der Firnis des Zivilisatorischen ist. Die drei Figuren des Stücks versuchen, eine bürgerliche Lebensweise aufrechtzuerhalten - in einem Viertel, in dem sie sich kaum noch auf die Straße trauen. In ihren Konflikten mit Migranten fühlen sie sich vom Staat alleingelassen und beschwören einen Albtraum der Gewalt herauf.

Der Terror kommt hier nicht von den Rändern, sondern aus der Mitte. Es ist der Hass des guten Bürgers, der nicht mehr weiß, wie ihm geschieht: „Ich weiß nicht, was über mich gekommen ist. Ich bin nicht so. Ich bin kein Rassist.“

Premiere am 20. September 2013

Presse

Waisen gehört zum Besten, was seit Jahren im Keller zu sehen war, eine Inszenierung, die beweist, dass realistisches Theater auch heute noch funktionieren kann. (...) Wenn man eine Inszenierung in diesem Herbst gesehen haben muss, dann diese. (Kölnische Rundschau, 24.09.13)

Dennis Kellys "Waisen" hält die Zuschauer auf ihren Sitzkanten - und hinterlässt sie tief verunsichert. (...) Die Regisseurin verlässt sich auf ihr hochkarätiges Ensemble: Arne Obermeyer, Katharina Waldau und den beängstigend guten Keller-Schüler Moritz Heidelbach. (Kölner Stadtanzeiger, 24.09.13)

aKT-Inszenierung des Monats Oktober: Mit "Waisen" von Dennis Kelly gelingt der jungen Regisseurin Sandra Reitmayer und ihren drei Schauspielern ein atemberaubend intensives, verstörendes Kammerspiel. Genau für solche Inszenierungen ist der Bühnenraum des Theater der Keller gemacht - und beglaubigt damit eindrucksvoll seine Existenz. (aKT - Die Kölner Theaterzeitung, Oktober)

Trotz der inneren Anspannung lebhafter langer Applaus des vollbesetzten Hauses für einen fast schmerzhaften intensiven Theaterabend. (...) Der Zuschauer sitzt fast gelähmt und mit zunehmender Gänsehaut vor dem schrecklichen Szenario, versucht die Personen zu durchschauen, ist aber unfähig eingreifen zu können. (theater:pur)

 

Regie: Sandra Reitmayer
Bühne und Kostüme: Silvie Naunheim
Mit: Moritz Heidelbach, Arne Obermeyer, Katharina Waldau