Pornographie von Simon Stephens

Eine Hamburger Jugendproduktion der Generation WHAT?
von Nils Daniel Finckh

Inhalt
"Pornographie", von Simon Stephens, ist aufrüttelndes, von der Kritik gefeiertes Gegenwartstheater, eine seismografische Zustandsbeschreibung der westlichen Kultur. "Pornographie" bedeutet hier im übertragenen Sinne die Gewalt, die in jedem von uns angelegt ist und die von uns alltäglich voyeuristisch beobachtet wird.
Nach Hamburg, Hannover und Paris nun auch London. Das Stück erzählt von einem Tag der Katastrophe, spart diese aber aus. Es schildert in sieben Episoden den Alltag von jungen Großstadtmenschen, ganz normale Hamburger, Hannoveraner, Pariser und Londoner, die in ihren inneren und äußeren Beziehungen verstrickt sind, in Sehnsüchten, Hoffnungen und Ängsten.
Die, gefangen in den Schablonen ihrer eigenen Wahrnehmung, allesamt Tabubrüche begehen, weil sie sich nur im Bereich der Grenzüberschreitung lebendig fühlen.
Währenddessen spielen sich in Hamburg, Hannover, Paris und London Tage der Euphorie, der Aufbruchsstimmung und der großen Katastrophe ab: Nach dem Live-­Konzert im Heydepark in London am 2. Juli erhält London am 6. Juli 2005 die Zusage für die Olympiade 2012. Am 7. Juli 2005 lösen vier Selbstmordattentäter Sprengsätze in der
londoner U-­Bahn aus ...
Simon Stephens wurde von der Zeitschrift „Theater heute“ für "Pornographie" als bester ausländischer Dramatiker ausgezeichnet und ist einer der meist gespielten, erfolgreichsten Theaterautoren der Gegenwart.


Mi, 27. Juni 2018 um 20h - Premiere
Mi, 04. Juli 2018 um 20h

ich werde nicht hassen

von Izzeldin Abuelaish
nominiert für den "Kurt-Hackenberg-Preis
" 2016 Köln
In einer Monologfassung von Silvia Armbruster und Ernst Konarek

Hass macht blind und führt zu irrationalem Denken und Verhalten. Frieden ist Menschlichkeit. Frieden bedeutet Respekt. Frieden ist ein offener Dialog. Heute notwendiger denn je.

Dr. Izzeldin Abuelaish (nominiert für für den Sacharow-Preis für Menschenrechtsaktivisten der EU und 2010/11/13 für den Friedensnobelpreis) war der erste palästinensische Arzt, der jemals an einem israelischen Krankenhaus arbeitete. Er wurde 1955 im Flüchlingscamp Dschabaliya im nördlichen Gaza-Streifen geboren und wuchs dort auf. Dank eines Stipendiums studierte er Medizin in Kairo und London.
Während des Gaza-Krieges 2009 töteten israelische Granaten drei seiner Töchter und eine Nichte. Doch anstatt in Wut und Hass zu verfallen, ging er als Arzt nach Toronto und schrieb seine Geschichte "Ich werde nicht hassen" nieder. Das Buch wurde in zwölf Sprachen übersetzt.
Pressespiegel
"Nach minutenlangem Schweigen tosender Applaus." Kölnische Rundschau
"
Ein packendes Stück Gegenwart aus dem Gaza-Streifen!" DFG-VK Gruppe
"
Eine Atemberaubende Inszenierung!" Keyhan London

Regie und Dramaturgie: Ali Jalaly, Kölner Ehrentheaterpreisträger 2016
Bühne: Peter Busmann
Video: Zoya Ghoraishi, Sina Feyz
Regieassistenz: Zoya Ghoraishi
Musik: Farbod Borhanazad, Armin Borhanazad, Raika Jalaly
Mit: Michael Morgenstern

 

Sa, 26.05.18 um 20h
Do, 21.06.18 um 20h
Mi, 11.07.18 um 20h


 

 

Begleitagentin

von Mark Zak - am Sonntag, den 10. Juni 2018

Die Suite eines Luxushotels. Oleg, russischer Oligarch, sitzt am Laptop und arbeitet. Er handelt mit Millionen: Leerverkäufe, Aktien, Staatsanleihen. Doch dann taucht die Begleitdame Helga auf. Sein Bodyguard soll sie bestellt haben, aber der steckt wohl noch im Stau. Während Helga wartet, versucht sie Oleg mit russischen Witzen und chinesischer Massage bei Laune zu halten. Selbst in der DDR aufgewachsen, hat sie aber auch ein Händchen für die sensiblen Themen: den Ukraine-Konflikt, die Krim und das Völkerrecht, Putin und Pussy Riot, die humanitären Werte jenseits von Geld, Macht und Staatsräson. Was in der Suite 666 als Komödie beginnt, wird immer mehr zum Thriller über die verwicklungsreiche deutsch-russische Geschichte.
Wie weit muss man in die Vergangenheit zurückblicken, um die Gegenwart zu verstehen? Kann das gegenseitige Misstrauen, speziell zwischen Deutschen und Russen, überhaupt überwunden werden? Inwieweit lebt der Zweite Weltkrieg in uns – Kindern und Enkeln – fort? In seinem ersten Theaterstück rückt Mark Zak der Vergangenheit deutsch-russischer Verhältnisse auf den Pelz. Was dabei ans Tageslicht befördert wird, ist die historische Tiefe einer Konfliktlage, die Europas Gegenwart genauso bestimmt wie Europas Zukunft.

Uraufführung: Sonntag, 10. Juni 2018

Regie: Thomas Leutzbach
Bühne: Eva Sauermann
Kostüme: Annemarie Kögl

Mit: Chris Nonnast, Mark Zak

So, 10. Juni 2018 um 18h - PREMIERE
Mi, 13. Juni 2018 um 20h
Fr, 15. Juni 2018 um 20h
Di, 19. Juni 2018 um 20h