Der Mensch erscheint im Holozän

Von Max Frisch

Es regnet endlose Sturzbäche, ein Bergrutsch droht das ganze Dorf zu verschütten. In seiner abgelegenen Hütte im Tal versucht Herr Geiser, das Wissen der Menschheit zu retten. Aus Lexika, Bibel und Geschichtsbüchern schreibt er ab, was nicht vergessen werden darf, während sein Gedächtnis mehr und mehr schwindet. Max Frischs letzte, experimentelle Erzählung widmet sich dem Bewußtsein der Begrenztheit des menschlichen Lebens im Angesicht der unendlichen Dimensionen von Universum und Evolutionsgeschichte. Mit einem Schauspieler und einem Chor aus fünf Schauspieler:innen wird Ronny Miersch die Erzählung Frischs in ein poetisches, musikalisches, spielerisches und existentiell-berührendes Bühnengeschehen verwandeln.

"Katastrophen kennt allein der Mensch, sofern er sie überlebt; die Natur kennt keine Katastrophen."

 

Sa 27.04.
20:00
Do 09.05.
20:00
Fr 10.05.
20:00
Mi 22.05.
20:00
So 16.06.
18:00
Fr 28.06.
20:00
Sa 29.06.
20:00
Regie, Fassung und Bühne
Ronny Miersch
Dramaturgie
Ulrike Janssen
Kostüme
Lou Zöllkau
Mitarbeit Regie
Marlène Jeffré
Regieassistenz
Joelle Anouk Kannapin
Produktionsassistenz
Angelina Sedler
Bewegungscoach
Lena Visser
Premiere
05. April 2024
Dauer
ca. 80 Minuten, ohne Pause
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Traumschön, aufwühlend und tieftraurig gerät dieser Theaterabend, der zurecht mit großem Applaus vom Premierenpublikum bedacht wird.

Kölner Stadt-Anzeiger, April 2024

Heute in Zeiten eines sich dramatisch zuspitzenden Klimawandels und einer gleichzeitigen Überalterung der Gesellschaft bekommt der Text in der stimmigen Inszenierung von Ronny Miersch am Theater der Keller geradezu prophetische Dimensionen, die weit über einen autobiografisch gefärbten Ausblick ins Alter hinausgeht.

Kölner Stadt-Anzeiger, April 2024

Das Stück lebt von der Intensität der schauspielerischen Leistung. Die engagierten Nachwuchsdarstellerinnen entlocken dem Publikum trotz der ernsten und melancholischen Grundstimmung des Frisch’schen Stoffs einige herzhafte Lacher. Gemeinsam mit Thomas Martin sorgen sie für eine durchweg unterhaltsame Vorstellung, die in manchen Momenten auch durchaus unter die Haut geht

Kölnische Rundschau, April 2024

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