Die Hysteriker (UA)

Eine Komödie von Emanuel Tandler & Ensemble

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Männer glauben, blitzschnell zu erkennen, wann Frauen hysterisch reagieren. In der umstrittenen Geschichte der Hysterie gilt: Der Mann adelt seine Hysterie, die Frau wird von ihr erniedrigt. Männer kompensieren sie mit überproportionaler ‚Stärke’ und delegieren sie entwertend an die Frauen. Doch was, wenn die Hysterie nicht eine unbefriedigte Gebärmutter ist und sich nicht am weiblichen Hirn festbeißt, sondern wenn Männer die Nervosität, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und exaltiertes Sprechen ergreift? Dann liegen wir nicht mit Anna O. bei Sigmund Freud auf der Couch, sondern stehen mit Robert De Niro als TAXI DRIVER vor dem Spiegel: „You talkin' to me?" Oder hören der aufsteigenden Angst von Shakespeares KING LEAR zu: „Hysterisches Leid! Hinab mit Dir, würgende Sorge. Unten ist dein Element.“ Die Hysterie entpuppt sich als Störung derer, die stärker sein wollen, als sie sind.

Doch was, wenn die Hysterie keine Störung ist, sondern Anlass zu Spiel und Verwandlung: Impuls und Lebenszeichen? Auf der Bühne begegnen wir der Professorin Mathilde Morejoy, Gründerin des Instituts für hysterische Untersuchungen (IHU), die gemeinsam mit ihren Kolleginnen Morgan Sapiolin und Marianna Belartes die Hysterie-Forschung revolutioniert. Sie wollen DIE HYSTERIKER nicht einfach therapieren, sondern die Hysterie als Akt der Freude zelebrieren.  

Konzeption & Regie
Emanuel Tandler
Dramaturgie
Ulrike Janssen
Bühne & Kostüm
Maria Strauch
Technik
Tom Thöne
Regieassistenz
Sven Fritzsche
Premiere
18. März 2022
Dauer
ca. 90 Minuten
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Mittendrin im therapeutischen Tamtam […].

Kölner Stadt-Anzeiger, 14./15. April 2022

Regisseur Emanuel Tandler inszeniert diesen Ausflug in die Welt des Wahns als quirlige Revue. Der „dissoziativen Störung” seines geplagten Helden steht eine Fülle an Assoziationen gegenüber, die Tandlers „Die Hysteriker” wachruft.

Kölner Stadt-Anzeiger, 14./15. April 2022

Die Hauptrolle übernimmt der Chor, eine achtköpfige Truppe junger Männer […]. Sie stellen die unangenehmen Fragen der Psyche nach Potenz und dem Gefühl der inneren Leere in der watteweichen Welt des Konsums.

Kölnische Rundschau, 22.03.2022

Die Hysteriker entwickelt sich zu einem so absurden wie komischen Tanz um das „verknotete Subjekt”, das wir alle sind; dieses wunderbare Knäuel aus Widersprüchen, Einflüssen, Illusion, Repräsentationen.

Choices, 28.03.2022

Ein Chor von sieben jungen Männern (Studierende der Schauspielschule des Theaters der Keller) in hochglänzenden Ganzkörperanzügen, die sich allerdings nicht lange einsperren lassen. Sie umtänzeln ihn, flüstern auf ihn ein, enthüllen seine inneren Widersprüche – ein unaufhörlich sich produzierender Haufen, den Regisseur Emanuel Tandler zu einem so hochmusikalischen wie komischen Reigen des innerseelischen Getöses choreografiert, das bekanntlich Identität heißt.

Choices, 28.03.2022

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