Fragile

performative Tanzinstallation

2020 starb der Künstler Alfonso Suarez Ciodaro. Hier kaum bekannt, ist er in Kolumbien eine Legende und ein Pionier einer ganzen Künstler:innenbewegung. Sein Leben ein einziges schillerndes Gesamtkunstwerk, in dem er die Fragilität seines Körpers in bildgewaltigen Performances und Kunstaktionen einsetzt. Als homosexueller Künstler in der machistischen Gesellschaft Kolumbiens lebend setzt er sich schon in den 1970er Jahren für die politische Gleichberechtigung und die LBTQIA+-Rechte ein.

Angefangen mit den „Stonewall Riots“ entwickelte sich Ende der 60er Jahre eine Bewegung, die für politische Gleichberechtigung und LGBTQIA+ - Rechte kämpfte. Der eigene Körper und dessen Fragilität wurden Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung, mit der Homosexuelle und Transgender-Künstler:innen eine neue Ära einläuteten. Sie lehnten sich gegen bisher gewohnte Kunststile auf. Performance- und Aktionskunst machte auf sozialkritische Themen aufmerksam und sollte zur gesellschaftlichen Emanzipation führen, indem sie die Kunst den Menschen näherbrachte und die Fragilität der Gesellschaft herausforderte.

XXTanzTheater und WEHR51 fragen gemeinsam mit dem argentinischen Tänzer und Choreografen Osvaldo Ventriglia nach der heutigen Fragilität im Verhältnis von Mensch-Körper-Natur-Welt. Mit der Sprache des Tanzes und der Performance wird die eigene Verletzlichkeit thematisiert. Inspiriert von der künstlerischen Kraft des kolumbianischen Aktionskünstlers Alfonso Suarez Ciodaro (1949-2020), werden Wege der Antifragilität entwickelt, Tabus  gebrochen und Mythen erweckt.

"Er, der Mond, der eigentlich eine Sie, la Luna, ist – 
oder vielmehr beides und vielleicht noch viel mehr,

Er/Sie ... Mond des Körpers / Mond der Fragilen / Mond der Promiskuitiven / Mond der Hoffnungslosen ... "

 

gefördert durch das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und das Kulturamt der Stadt Köln.

Aktuell keine Vorstellungen.

Mit

Ruan Martins
Osvaldo Ventriglia
Davide Degano
Künstlerische Leitung
Bibiana Jiménez
Ko-Choreographie
Bibiana Jiménez
Osvaldo Ventriglia
Dramaturgie
Andrea Bleikamp
Rosi Ulrich
Produktionsassistenz
Daniela Riebesam
Technik
Paul Hollstein
Text Quellen
Deyna Acosta
Öffentlichkeitsarbeit
neurohr & andrä

Gastspiel XXTanztheater/Wehr51

Premiere
10. Dezember 2021

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