Fusseln (UA)

von Wolfram Lotz

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„Unerwiderte Liebe zu Igeln / Nie abgeschickte Briefe / Im Impressum verschwundene Namen“ ⁣⁣⁠⁣⁣

Der preisgekrönte Autor Wolfram Lotz hat eine Liste verfasst: eine Ansammlung von Dingen, Worten, Bildern, die scheinbar übersehen, vergessen, unbenannt und verpasst bleiben. Regisseurin Charlotte Sprenger verbindet Lotz‘ poetischen Text mit Tanz, Musik und 13 Studierenden der „Schauspielschule der Keller“ - ein Requiem auf das Leben und die Vergänglichkeit in einem!⁣⁣⁠⁣⁣

Mit

Katharina Abel
Josa Butschkau*
Frank Casali
Adeline Joao
Paul Hofmann*
Hannah Holthaus*
Erika Jell
Sefa Küskü*
Anna Marzinzik*
Brit Purwin
Jack Rehfuß*
Ina Rottstegge*
Luis Volkner*

*Schauspielschüler:in
Regie
Charlotte Sprenger
Dramaturgie
Julia Fischer
Co-Regie & Choreinstudierung
Frank Casali
Regieassistenz
Taja Rüger

Wolfram Lotz, geboren 1981 in Hamburg, ist einer der berühmtesten deutschen Dramatiker. Er studierte Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft in Konstanz und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2011 gewann er mit Der große Marsch u.a. den Kleistförderpreis und den Publikumspreis des Berliner Stückemarktes, für Einige Nachrichten ans All, das ebenfalls an vielen Theatern im deutschsprachigen und europäischen Raum aufgeführt wurde, wurde er in der Kritikerumfrage von Theater heute zum „Nachwuchsautor des Jahres“ gewählt. Für sein Stück Die lächerliche Finsternis wurde er 2015 zum „Dramatiker des Jahres“ gewählt.

Sprenger setzt auf der Deutzer Interimsbühne (...) den zarten Beobachtungen von in Pfützen schwimmendem Licht und im Knopfloch verwelkten Blumen die Wucht eines Chores entgegen. Das erscheint zunächst kontraintuitiv, aber der Fussel-Chor brüllt ja nicht anklagend im Soldatenmantel, im Gegenteil. (...) Was wir sehen, sind junge Menschen, die sich gerade erst des Verlorengehens der Zeit bewusst geworden sind. Rastlose Menschen, die nur selten lang in einer Formation verharren, sondern quer über das große kulissenlose Spielquadrat schießen, und auch darüber hinaus; die nicht mehr mitkommen, die versuchen, bei der nächsten Wendung wieder ganz nach vorne zu kommen; die sich vom über sie hereinbrechenden Alltag gehetzt fühlen und von der tinderhaften Unverbindlichkeit zwischenmenschlicher Beziehungen. Was immer wieder berührt.

Kölner Stadtanzeiger, 02.01.20

Der Interimsspielstätte macht die energetisch choreographierte Inszenierung (...) alle Ehre, da sie das Band zwischen Melancholie und Vitalität bis zum zerreißen spannt.

Kölnische Rundschau, 02.01.20
Premiere
31. Dezember 2019

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