Katzelmacher

Von Rainer Werner Fassbinder

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»Die muss weg vom Ort, weil die Schuld ist an allem. Jetzt werden wir schauen, was zusammengeht. – Dass eine Ordnung wiederkehrt.«

KATZELMACHER zeigt die spießige Enge einer Vorstadt: Die immergleiche Gruppe junger Menschen trifft sich an immergleichen Ecken und führt immergleiche Gespräche. Man tauscht Halbwahrheiten, Gehässigkeiten und heuchlerische Freundlichkeiten aus, spielt sich auf, kontrolliert einander, schläft miteinander. Der Stillstand ist Alltag und unangefochten.
Dann taucht die libysche Geflüchtete Akilah auf und die hermetische Vorstadtwelt gerät ins Wanken, verbunden mit zahlreichen Ängsten und Vorurteilen gegen die ›Fremde‹: Dass sie die Männer verführt, den Arbeitsplatz streitig macht, den Terrorismus ins Land bringt. Gleichzeitig wird so gut wie möglich von ihr profitiert, sexuell wie ökonomisch.
Mit KATZELMACHER, seinem ersten Bühnenstück, geschrieben 1968, erfasst Fassbinder präzise die Wechselwirkungen zwischen Desillusionierung, Gewaltbereitschaft und der Angst vor dem Anderen.

Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2017
Thekla Viloo Fliesberg ist für den PUCK 2017 nominiert

Mit

Katharina Abel
Markus J. Bachmann
Paul Behrens
Gareth Charles
Davina Donaldson
Jonathan Maria Dorando
Thekla Viloo Fliesberg
Erika Jell
Tatjana Poloczek
Lina Spieth
Jan-Niklas Stephan
Regie & Ausstattung
Nils Daniel Finckh
Dramaturgie
Barbara Kastner
Regieassistenz
Taja Rüger
Regieassistenz
Sara Bröskamp
Kostümassistenz
Milena Gawlick
Bühnenbildassistenz
Greta Thiemann

Eine Koproduktion mit der Schauspielschule DER KELLER

Premiere
12. Oktober 2017
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Zerrissene Charaktere, deren Träume vom besseren Leben an der Realität zerschellen – man müsste Mitleid mit ihnen haben. Messerscharf seziert [Nils Daniel Finckh] den Fremdenhass von heute und seine Folgen …

report-K.de, 17.10.2017

Mit wohligem Schauer verfolgt man das wilde Treiben und ergötzt sich gleichzeitig an dem dynamischen Spiel aller Akteure aus der hauseigenen "Schauspielschule Der Keller", die auf den Punkt perfekt als Typen besetzt sind und mit grandioser Spielfreude ihre Rollen ausreizen. Sinnlich und saftig gibt sich das Spektakel […].

Kölner Stadt-Anzeiger, 21.10.2017

Finckhs Besetzung ist Gold wert: Die neun jungen Darsteller, Schüler und Schülerinnen der hauseigenen Schauspielschule, verkörpern die Jugendlichen mit einer Spielfreude, die Spaß macht. Die dumpfen, stereotypen Charaktere entlocken dem Publikum immer wieder Lacher (...) Vor allem geizen die Schauspieler aber nicht mit Mut zur Hässlichkeit - und zwar jener, die von innen kommt. Die ist auf den Punkt gespielt.

Kölnische Rundschau, 04.11.2017

Nils Daniel Finckh hat eine durchchoreographierte Inszenierung geschaffen, die Schlag auf Schlag getaktet ist. Tempo, Aggression, Gewalt. Es gibt kaum zarte Momente. Sie schimmern nur dann durch, wenn die jungen Leute aus der Clique einander ihre Nöte anvertrauen. Fast könnte man dann mit ihnen fühlen und sie bedauern, aber nur fast. Das homogene Ensemble besteht aus Schülern der Schauspielschule, die alle miteinander in der Darstellung der inneren Zerrissenheiten und des „böse Seins“ überzeugen konnten. Bravorufe und donnernder Applaus beenden einen Abend über ein Lehrstück zu Hass und Gewalt.

meinesuedstadt.de, 18.10.2017

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