König Ubu

Oder Wir sind im Arsch

Nach Alfred Jarry

Mit "König Ubu" schuf Alfred Jarry 1896 eine mythische Gestalt in einer Welt grotesker archetypischer Bilder. Ubu ist der Inbegriff des Spießers, die Verkörperung moralischer Verwahrlosung, des von niederen Instinkten und höchster Machtgier besessenen ordinären Tyrannen.

Der Skandalerfolg des Stücks beruhte vor allem darauf, daß Jarry auf traditionelle Handlungsführung verzichtete und eine obszöne Sprache verwendete. Aber wie kann man damit heute umgehen, in einer Welt, die einem selbst schon wie Satire vorkommt?

Charlotte Sprenger und ihr Ensemble überschreiben Jarrys Stück (selbst ein Pastiche aus literarischen Versatzstücken) mit einem Mash-Up aus Szenen und Fantasien unserer bundesrepublikanischen Gegenwart, auf der Suche nach dem „wahren Ubu“.

Mit Dank an Wolfram Lotz für das Recht zur Verwendung eines Textes aus seinem Drehbuch „Das Massaker von Anröchte“.
 

Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2023

Mi 20.03.
20:00
Do 21.03.
20:00
Do 18.04.
20:00
Regie
Charlotte Sprenger
Dramaturgie & Mitarbeit Soundeffekte
Ulrike Janssen
Bühne & Kostüm
Max Schwidlinski
Video
Daniel Breitfelder
Charlotte Sprenger
Regieassistenz
Erika Walter
Technik
Tom Thöne
Paul Hollstein
Premiere
26. Mai 2023
Altersempfehlung
ab 16 Jahren
Hinweise
enthält Nacktheit
Dauer
ca 100 Minuten, keine Pause
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[F]uriose[r] Parforceritt[…] auf der Bühne, der vom Premierenpublikum mit langem Applaus belohnt wurde.

Kölner Stadt-Anzeiger, Mai 2023

Das Trio spielt dabei losgelöst im Theaterkosmos, anfangs stumm und langsam, reduziert mit Beckettschen Gusto, um dann umso mehr, wie in Christoph Schlingensiefs wilden Tagen, aufs Tempo zu drücken.

Kölner Stadt-Anzeiger, Mai 2023

Charlotte Sprenger sucht konsequent nach dem Bösen –
buchstäbliche Kunstkacke inklusive.

nachkritik.de, Mai 2023

Daniel Breitfelder […] liefert hier eine wahre Tour de Force ab.

Kölner Stadt-Anzeiger, Mai 2023

[…] die Inszenierung lebt allein aus ihren Bildern und gutem Timing, das Frank Casali und Brit Purwin knochentrocken hin bekommen.

Kölnische Rundschau, Juni 2023

Brit Purwin, letztjährige Gewinnerin des Nachwuchspreises Puck, und Frank Casali, längst unverzichtbares Mitglied im Keller-Theater, überzeugen im Wechselspiel von devoter Dienerschaft und versteckter Revolte.

Kölner Stadt-Anzeiger, Mai 2023

Das Publikum bekommt hier Theater mit allen Sinnen geboten. Wird gerührt, geschüttelt, irritiert und verwirrt, bis es sich, wie König Ubu, dem Wahnsinn einer Gegenwart beugt […].

Kölner Stadt-Anzeiger, Mai 2023

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