Die Bewegungssprache von Daniela Riebesam, Tuong Phuong und Kenji Shinohe wirkt obsessiv in ihren Wiederholungen, etwa von Kopfbewegungen, die fast mechanisch anmuten. Ein Kriechen und Rollen am Boden legt die Zerbrechlichkeit der Figuren offen, ebenso wie jede verkrümmte Hand vor den Augen hier von einer inneren Blindheit erzählt, die tiefer geht als eine Einschränkung des Sichtfeldes. Die kompromisslos präzisen körperlichen Muster erzeugen eine Sogwirkung. Der Kampf um ein „Ich“ ist hier ein Trio aus personifizierten Facetten ein und derselben Figur in drei Verkörperungen. [...] Der Wechsel zwischen sanftem Klavier und einem stressigen, fast unangenehmen lauten Beat tut weh. Er untermalt den Stress der erzählten Identitätsauflösung akustisch. Das ist nichts für schwache Nerven, aber konsequent.
— Tanznetz, Juli 2026
