Diese furiose Polit-Satire feiert das Theater als wehrhaftes Instrument gegen den modernen Rechtspopulismus. Getragen von der Energie einer jungen Generation entlarvt die Inszenierung autoritäre Machtstrukturen durch die Waffe des Lachens und setzt so ein Zeichen für die Verteidigung unserer demokratischen Freiheit und die Unantastbarkeit der Kunst.
— Kultura Extra, Oktober 2026
Die jungen Absolvent*innen der Schauspielschule DER KELLER spielen sehr auf den Punkt. Sie zelebrieren das „Theater im Theater“ mit rasantem Tempo und vollem Körpereinsatz.
— Kultura Extra, Oktober 2026
Max Rademacher mimt spielfreudig Josef Tura, den eitlen Star des Ensembles. Maximilian Sassinek gestaltet mit ungestümer Energie Stanislav Sobinski, einen leidenschaftlichen polnischen Fliegerleutnant und bringt die reale politische Bedrohung mit emotionaler Wucht direkt in das Theater. Juliana Tricoli sticht sowohl in der Rolle des gefährlichen NS-Doppelagenten Professor Siletzky als auch des eitlen Gruppenführers Erhardt heraus. Die Komik der Figur entsteht durch dessen totale Befehlshörigkeit, die Tricoli mit bemerkenswert subtiler Mimik und Gestik greifbar macht.
— Kultura Extra, Oktober 2026
Drei parallel oder blockweise formierte, nüchterne Tischreihen dienen im Bühnenbild von Lucie Hedderich im fliegenden Wechsel des Stücks ohne großen Umbau als Setting für Bühnenproben, ein kalt ausgeleuchtetes Verhör oder ein Schreibtisch-Szenario im Gestapo-Hauptquartier. Durch das Verschieben und Besetzen dieser drei Reihen entstehen Achsen und Barrieren im Raum. Wenn sich die Schauspielenden hinter den Tischen verschanzen oder die vermeintlichen Nazi-Größen dort Platz nehmen, spiegeln die Tischfronten eine bürokratische Kälte und die hierarchischen Machtstrukturen des NS-Apparats wider, gegen die das junge Kollektiv spielerisch antanzt. Das junge Ensemble agiert unter der Regie von Michael Meichßner wandlungsfähig und dynamisch. Das präzise Timing der Lichttechnik (Jan Wiesbrock) sorgt dafür, dass die abrupten Wechsel zwischen Slapstick, chorischen Passagen und existenzieller Bedrohung ihre dramatische Wirkung entfalten.
— Kultura Extra, Oktober 2026